Corporate governance and family governance are the operating system of a family business and the business-owning family. They connect corporate management with owner interests and establish clear rules for how they interact.

The scope of governance must fit the situation and DNA of the company and the family. Only then will it achieve the desired impact.
Governance creates the foundation for anchoring owner interests in leadership and decision-making. This requires a decision-making architecture that ensures the ability to act while leaving room for development and innovation. Owners define the normative framework, thereby creating the conditions to align performance, liquidity, and risk management with the company's goals. This active design process lays the groundwork for succession readiness and constructive conflict management.
Governance establishes the principles by which family, owners, and the company interact. Compliance creates the structures and rules necessary to meet legal requirements, limit liability, financial, and reputational risks, and permanently secure market access.
However, governance encompasses more than just rules and requirements. Family governance defines the values of the entrepreneurial family and provides guidance for decisions that go beyond day-to-day operations. This fosters responsibility, sustainability, and clarity on issues concerning the long-term preservation of the family business and family assets.
The structure and scope of corporate and family governance depend on the size and structure of the company and the owner family. As the complexity of the business and ownership increases, so do the requirements for effective governance and compliance.
Governance doesn't have to be complicated – even a "governance light" approach builds robustness for succession and conflict resolution.

Governance regelt das Zusammenspiel von Familie, Eigentum und Unternehmen. Sie schafft Klarheit darüber, wer Entscheidungen trifft, wer Verantwortung trägt und wie Kontrolle organisiert ist. In der Familie entstehen die Leitplanken für Eigentum und Führung sowie die Eigentümerstrategie für das Unternehmen. Corporate Governance übersetzt diese Vorgaben in die Führung und Steuerung des Unternehmens und umfasst typischerweise Compliance, Risikomanagement und Kontrollmechanismen.
Compliance-Management (CMS) umfasst alle organisatorischen Maßnahmen, Prozesse und Verhaltensgrundsätze, mit denen Unternehmen die Einhaltung von Gesetzen, regulatorischen Anforderungen und internen Regeln sicherstellen. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Regelverstöße zu vermeiden und das Unternehmen wirksam zu schützen. Mit einer praxisnahen Verankerung in den Unternehmensprozessen lässt sich ein CMS effizient und wirksam in den Unternehmensalltag integrieren. Etablierte Standards wie die DIN ISO 37301 oder der IDW PS 980 unterstützen dabei eine risikoorientierte Herangehensweise.
Welche Compliance-Bereiche für ein Unternehmen relevant sind, ergibt sich aus Geschäftsmodell, Branche und Marktumfeld. Deshalb ermitteln und bewerten wir diese Bereiche risikoorientiert und auf Basis der konkreten Unternehmenssituation. So konzentriert sich das Unternehmen auf die Themen, die tatsächlich relevant sind. Unabhängig davon gibt es Compliance-Bereiche, die nahezu jedes Unternehmen betreffen, beispielsweise Tax Compliance zur Einhaltung steuerlicher Pflichten oder Corporate Compliance zur Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung und Organpflichten.
Integres und verantwortungsvolles Handeln entsteht nicht von selbst. Die Überzeugungen von Geschäftsleitung und Gesellschaftern müssen im Unternehmen sichtbar werden, damit Mitarbeitende auch in schwierigen Situationen die richtigen Entscheidungen treffen und unlautere Geschäftspraktiken keinen Raum erhalten. Der „Tone from the Top“ prägt die Compliance-Kultur maßgeblich. Klare und transparente Kommunikation schafft die Grundlage für ein wirksames CMS. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Gesetze und Vorschriften, sondern konkrete Orientierung, typische Risikosituationen und Verhaltensmuster, die zu Compliance-Verstößen und Schäden führen können.
Gute Unternehmensführung schafft Handlungsfähigkeit. Dazu gehören transparentes Reporting, klare Entscheidungsschwellen sowie ein wirksames Risiko- und Compliance-Management, bei Bedarf ergänzt um einen Beirat. In komplexeren Unternehmen entwickeln sich diese Steuerungsinstrumente zu einem mittelstandtauglichen Führungsmodell mit Geschäftsordnung und klar geregelten Kompetenzen. Risiko- und Compliance-Management erreichen einen hohen Reifegrad. Ein Beirat mit eigentümerexternen Mitgliedern bringt zusätzliche Perspektiven ein. Ebenso sind Nachfolge und Vergütung professionell geregelt.
Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit des Eigentümerkreises, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und langfristig handlungsfähig zu bleiben. Bei wenigen Gesellschaftern reichen häufig klare Leitlinien für Strategie, Ausschüttung und Reinvestition sowie erste Regelungen für Notfälle und Nachfolge. Mit wachsendem Gesellschafterkreis braucht es verbindliche Spielregeln. Die Familienverfassung schafft Orientierung für Werte, Eigentum, Nachfolge und die Rolle der Familie im Unternehmen. Klare Regelungen für den Umgang mit Konflikten sichern die Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig entwickeln Eigentümer die Kompetenzen, die sie für ihre Verantwortung gegenüber Unternehmen und Familienvermögen benötigen.
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