Entscheidungs- & Verantwortungsstrukturen

Eine gute Nachfolgelösung verbindet professionelles Management im Unternehmen mit Wertschätzung und Fairness im Gesellschafterkreis sowie den Familien der Gesellschafter – oft über Generationen hinweg.

Vogelperspektive auf zwei Personen, die sich auf hellem Steinboden die Hand geben

Jede Nachfolgesituation ist anders, weil Menschen und ihre Erfahrungen niemals identisch sind.

Verantwortung für Unternehmen, Familie und Vermögen zu tragen, erfordert Klarheit in der Zielsetzung und Methoden, um Zielkonflikte systematisch aufzulösen.

Gesellschafter und Unternehmerfamilien bringen unterschiedliche Erfahrungen in die Nachfolge ein. Gründer und Gründerinnen eines Unternehmens treffen dabei häufig andere Entscheidungen als Unternehmerinnen und Unternehmer der dritten oder vierten Generation. Die Größe des Unternehmens sowie die Größe der Gesellschafterfamilie oder der Gesellschafterfamilien gehören zu den zentralen Faktoren für die Gestaltung der Unternehmensnachfolge.

Der Nachfolgeprozess ist zeitintensiv. Neben den offensichtlichen und expliziten Fragestellungen müssen zahlreiche weitere Themen diskutiert, beantwortet und gelöst werden. Im Unternehmen folgen Entscheidungen meist einer klaren kompetenzbasierten Logik. Auf die Unternehmerfamilie lässt sich diese Logik jedoch nicht übertragen, weil Familie anderen Regeln folgt. Wir ordnen unterschiedliche Sichtweisen ein und machen die dahinterliegenden Spannungsfelder transparent.

Transparenz und Bewusstsein schaffen die Grundlage für gute Entscheidungen, weil Verständnis für unterschiedliche Interessen und notwendige Kompromisse erforderlich ist. Der schrittweise Aufbau von Strukturen, die Entscheidungen ermöglichen, ist ein zentraler Erfolgsfaktor einer gelungenen Nachfolge.

Sind Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege für die Nachfolge in Ihrer Unternehmerfamilie klar geregelt?

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Inhaberstrategie

Die Inhaberstrategie oder die Familienstrategie beantwortet die zentralen Fragestellungen einer Gesellschafterfamilie. Der Umfang wird von der Familienkomplexität bestimmt. Wir verankern als Mindestumfang die grundlegenden Themen der jeweiligen Unternehmerfamilie und ihres Familienunternehmens: Aktive oder passive Gesellschafterrolle, Führungsanspruch der Familie im Unternehmen, Anforderungen an geschäftsführende Gesellschafter, etc.

Kompetenz und Herkunft

Die Rolle von Familienmitgliedern im Unternehmen gehört aus Sicht des Unternehmens zu den wesentlichen Regelungsbereichen. Der oder die Gesellschafter muss bzw. müssen die Frage beantworten, ob die Übernahme der Führung des Unternehmens durch die Familienzugehörigkeit zustande kommt oder ob diese an Qualifikationen und Kompetenzen gebunden wird.

Gesellschafterkompetenz

Das Selbstverständnis der Gesellschafter bestimmt die Gesellschafterkompetenz. Wir differenzieren zwischen aktiven und passive Gesellschafterkreisen. Während der aktive Gesellschafterkreis den normativen Rahmen und strategische Grundsätze gestaltet und entwickelt, entscheidet der passive Gesellschafterkreis überwiegend in Abhängigkeit der Vorschläge der Geschäftsleitung. Hieraus folgt eine unterschiedliche Ausprägung der erforderlichen Kompetenz. Im Grundsatz empfehlen wir, sich umfangreiche Kenntnisse als Gesellschafter anzueignen und diese in der Gesellschafterfamilie systematisch zu verankern.

Ehe- und Lebenspartner

Welche Rolle, Ehe- und Lebenspartner in einer Unternehmerfamilie einnehmen, gehört zu den zentralen Fragen einer wachsenden Gesellschafterfamilie. Veränderungen durch Scheidung, Erbfälle oder neue Familienkonstellationen können den Gesellschafterkreis nachhaltig beeinflussen. Deshalb schaffen viele Unternehmerfamilien klare Regelungen, die häufig auf einer Familienverfassung aufbauen. Die gleichen Fragestellungen stellen sich auch bei adoptierten oder nichtehelichen Kindern. Die Auswirkungen auf Eigentum, Gesellschafterkreis und Nachfolge müssen dabei frühzeitig berücksichtigt werden.

Verkauf des Unternehmens

Das Familienunternehmen ist eingebettet in das Zusammenspiel von Unternehmerfamilie, Familienunternehmen und Familienvermögen. Die Frage eines Unternehmensverkaufs stellt sich dabei regelmäßig im Zusammenhang mit der Nachfolge. Chancen, Risiken und Auswirkungen auf die Gesellschafter gilt es offen und transparent zu betrachten, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Eine klare strategische Ausrichtung der Inhaber schafft Orientierung, bewertet Handlungsoptionen und unterstützt die Entscheidungsfindung.

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