Erfolgreiche mittelständische Familienunternehmen zeichnet eines aus: Sie haben einen klaren Blick auf die relevanten Informationen, um ihr Unternehmen zu steuern. Klar, Transparenz schafft Möglichkeiten.
Dennoch, immer mehr Unternehmen gewinnen die Erkenntnis, dass die vorhandene Basis der Informationen, die für Entscheidungen wichtig sind, nicht mehr ausreichend ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Vielzahl und die Schnelligkeit von Veränderungen – von Geopolitik und Protektionismus über Energiepreise, Inflation und Zinsen bis zu neuen, in Teilen disruptiven Technologien und verschärften Konkurrenzsituationen – führen die vorhandene Herangehensweise an ihre Grenzen.
Diese Grenzen zeigen sich in ganz unterschiedlichen Fragestellungen. Mit einer Systematik lassen sich sowohl Umfang und Qualität der vorhandenen Informationen analysieren als auch die unsicheren und möglicherweise fehlenden Informationen herausarbeiten.
Transparenz in der Entwicklung des eigenen Unternehmens
Es bestätigt sich immer wieder: Ein aktuelles und auf die Informationsanforderungen des Unternehmens ausgerichtetes Rechnungswesen und Controlling sind zentrale Bausteine, um die Transparenz im Unternehmen oder in einer Unternehmensgruppe zu schaffen. Rentabilität und Liquidität und deren Entstehung stehen im Fokus.
Um dieses zu erreichen, stehen eine Vielzahl von Methoden und Werkzeugen zur Verfügung, um die Erwartungen, die sich aus der Unternehmensplanung ergeben, gegen die tatsächliche Entwicklung zu stellen. Die inhaltliche Tiefe ergibt sich aus dem Geschäftsmodell, aus dem Aufbau und der Größe, aus der Variantenvielfalt und weiteren Parametern, so dass die Entstehung von Deckungsbeiträgen und Cashflows so detailliert dargestellt werden können, dass hieraus eine Unternehmenssteuerung möglich ist.
Wir sehen in vielen Familienunternehmen, wie sich Herangehensweisen ändern, und beispielsweise deutlich häufiger als in der Vergangenheit mit Szenarien bestimmte Entwicklungen sowie die Auswirkungen auf das Unternehmen durchdacht werden und mögliche Reaktionen entwickelt werden.
Transparenz in der Entwicklung der Märkte und der gesamtwirtschaftlichen Situation
Informationsunsicherheiten und Informationsintransparenz liegen zum allergrößten Teil in den Absatz- und Liefermärkte. Dies erschwert es mittelständischen Unternehmen zunehmend, eine stabile Datenbasis für die Unternehmenssteuerung zu entwickeln. Es ist den allermeisten mittelständischen Unternehmen, auch den großen Familienunternehmen, aus Kostengründen nicht oder nur bedingt möglich, ein umfassendes Research aufzubauen und zu implementieren.
Zahlen- und faktenbasierte Unternehmenssteuerung betrachtet selbstverständlich Branchen, Märkte, Wettbewerber, etc. Eine zukunftssichernde Unternehmenssteuerung muss bewusst um Fragen zu den Aspekten Risiko und Chance erweitern.
Dies bedingt die aktive Auseinandersetzung mit den relevanten Einflüssen auf die Wertschöpfungskette des Unternehmens – von der Produktidee über Beschaffung, Produktion, Verkauf. Dies schärft den Blick auf mögliche Wechselwirkungen in den Märkten und auf das eigene Unternehmen. Beispiele könnten sein: „Was bedeutet die Preisveränderung eines der verwendeten Hauptmaterialen“ bei einem produzierenden Unternehmen im B2B-Geschäft oder „was bedeutet eine Erhöhung der Umsatzsteuer“ bei einem Händler für Konsumgüter? Derartige Überlegungen sind nicht trivial und erfordern eine systematische Herangehensweise.
Leichter gesagt als getan – was kann ein Ansatz sein?
Die Dynamik der Veränderungen hat die bisherige Informationsbeschaffung mehr oder minder außer Kraft gesetzt. Branchen- und Facheinschätzung von Verbänden, Kammern, Einkaufsverbänden oder Kreditinstituten wurden in der Vergangenheit häufig herangezogen, da hier bereits mögliche Folgen von marktbezogenen oder politischen Veränderungen enthalten waren.
Um einen Eindruck über die Entwicklungen und Wechselwirkungen sowie Einflüsse auf das eigene Unternehmen zu bekommen, ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) eine unverzichtbare Herangehensweise. Die Integration der KI in die Arbeit der mittelständischen Geschäftsführung ist unerlässlich, um die erforderliche Transparenz über die relevanten Faktoren der Unternehmensentwicklung zu erarbeiten. Beispiel könnte sein: Die voraussichtliche Entwicklung der Stahlpreis einer definierten Qualitätsklasse in den nächsten 12 Monate und deren preisbestimmenden Faktoren.
Der Aufbau von bestimmten Prompts oder Agenten, die regelmäßig die aktuellen Informationen und Daten finden, analysieren und für das Unternehmen aufbereiten, führt zu einer deutlich besseren Grundlage für eine zahlen- und faktenbasierte Unternehmenssteuerung.
THE MAK’ED TEAM beschäftigt sich zusammen mit mittelständische Familienunternehmen mit dem zielgerichteten Einsatz von Technologien für die Weiterentwicklung der Unternehmenssteuerung.
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