In einer Zeit, in der Fachkräftesicherung, Transparenz und strategische Ausrichtung zentrale Herausforderungen für mittelständische Unternehmen darstellen, gewinnt das Thema Vergütung zunehmend an Bedeutung. Eine faire, nachvollziehbare und zukunftsorientierte Entlohnungsstruktur ist dabei kein „Nice-to-have“ mehr – sie ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, der zudem von einer zunehmenden Entgelttransparenzpflicht begleitet wird.
Warum eine Modernisierung der Vergütungsmodelle im Mittelstand notwendig ist
Viele mittelständische Unternehmen stehen vor der Aufgabe, gewachsene Vergütungsmodelle zu modernisieren. Oft fehlt es an klaren Kriterien, die Gehälter vergleichbar und nachvollziehbar machen. Vieles ist in den Unternehmen auch in diesem Bereich historisch gewachsen. Das kann zu Unzufriedenheit, Intransparenz und in letzter Konsequenz zu ungewollter Fluktuation führen. Ziel ist es daher, eine klare und transparente Vergütungsstrategie zu entwickeln, die mit Stellenprofilen, Karrierestufen und Kompetenzmodellen in einer Grading-Systematik verbunden wird.
Einführung eines Grading-Systems mit Gehaltsbändern
Ein zentrales Element der Entlohnungsgrundsätze ist die Einführung eines Grading-Systems, das mit Gehaltsbänder verbunden wird. Dieses System schafft Vergleichbarkeit über Abteilungen hinweg und ermöglicht eine faire Einordnung von Stellen, Rollen und Verantwortlichkeiten. Mitarbeitende können so besser nachvollziehen, wie sich ihre Position im Unternehmen einordnet – und welche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen.
Verbindliche Grundsätze für mehr Orientierung
Neben der technischen Struktur geht es auch um kulturelle Klarheit: Verbindliche Grundsätze, die definieren, wie Entlohnung im Unternehmen gehandhabt wird, sollten am Anfang etabliert werden. Dazu gehören Kriterien wie Leistung, Marktvergleich, Erfahrung und Verantwortung. Diese Prinzipien sollen nicht nur für Führungskräfte handlungsleitend sein, sondern auch für Mitarbeitende Orientierung bieten.
Ziel- und Prämienmodell auf dem Prüfstand
Ein weiterer Baustein ist die Überprüfung bestehender Ziel- und Prämienmodelle. Es wird analysiert, ob diese noch zu den strategischen Zielen des Unternehmens passen und ob diese die gewünschte Motivation und Steuerungswirkung entfalteen. Wo nötig, werden Anpassungen vorgenommen – immer mit dem Ziel, ein faires und leistungsförderndes System zu schaffen.
Strukturiertes Vorgehen zur Umsetzung
Um diese ambitionierten Ziele erfolgreich umzusetzen, orientieren wir uns an einem klaren, strukturierten Prozess:
- Analyse der Ist-Situation
- Erhebung bestehender Vergütungsmodelle und -praktiken
- Benchmarking mit vergleichbaren Unternehmen und Branchen
- Identifikation von Unklarheiten, Ungleichgewichten und Optimierungspotenzialen
- Definition von Leitprinzipien
- Entwicklung von Grundsätzen für faire und transparente Entlohnung
- Festlegung von Kriterien für Gehaltsentwicklung und -differenzierung
- Entwicklung des Grading-Systems
- Entwicklung oder Anpassung von Stellenbeschreibungen
- Strukturierung der Stellenbeschreibungen in Job Familien
- Aufbau eines Grading-Systems zur Bewertung der Stellen im Unternehmen
- Zuordnung der Gehaltsbänder auf Basis von Markt- und Unternehmensdaten zu den Grades
- Abstimmung mit dem Betriebsrat (falls vorhanden)
- Frühzeitige Einbindung in die Konzeptentwicklung
- Gemeinsame Ausarbeitung und Verhandlung der neuen Entlohnungsgrundsätze
- Überarbeitung des Ziel- und Prämienmodells
- Evaluierung bestehender Zielsysteme
- Anpassung an strategische Unternehmensziele und neue Rahmenbedingungen
- Kommunikation und Schulung
- Transparente Kommunikation an alle Mitarbeitenden
- Schulungen für Führungskräfte zur Anwendung der neuen Systeme
- Implementierung und Evaluation
- Rollout der neuen Vergütungsstruktur
- Regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung auf Basis von Feedback und Kennzahlen
Eine moderne Vergütungsstrategie ist mehr als nur ein Gehaltsmodell – sie ist Ausdruck der Kultur des Unternehmens und seines Anspruchs, fair, transparent und zukunftsorientiert zu handeln. Der Weg dahin erfordert Mut zur Veränderung. Dieser lohnt sich – für das Unternehmen und für alle, die darin arbeiten.
THE MAK’ED TEAM entwickelt für Ihr Unternehmen auf Basis vorhandener Strukturen und einer definierten Zielstruktur Vergütungskonzepte. Damit zusammenhängend werden Stellenprofile, Jobfamilien und das Grading-System entwickelt und Mitarbeitende in ein transparentes und faires Vergütungs- und Entwicklungsmodell eingebunden. Ein Projektbeispiel dazu finden Sie hier.




